Der Spessart: (fast) alle Sehenswürdigkeiten in Wort und Bild

  • Spessart1.de informiert anhand von vielen Texten und über 2000 hochwertigen Bildern über praktisch alle Sehenswürdigkeiten des Spessart.
  • An Ende fast jeder Seite wird auf interessante Rundwanderungen des Spessartprojektes verlinkt. So kann man sich praktisch den ganzen Spessart erwandern.
  • Schauen Sie auf die Referenzen unten!

Was ist der Spessart?

Der Spessart: Grenzen und Gliederung

Der Spessart ist ein Mittelgebirge zwischen Odenwald und Rhön. „Kinzig, Sinn und Main rahmen den Spessart ein“ lautet ein alter Merkspruch und so zeigt es auch die Karte oben. Markante Teilgebiete sind der Südspessart, der Glashüttenspessart und der Vorspessart.

Im Südspessart gibt es die großen, zusammenhängenden Laubwälder mit teilweise recht alten Beständen. Im Inneren ist er weitgehend unbesiedelt; man findet hier große, praktisch siedlungsfreie Tallandschaften wie z. B. das Hafenlohrtal.

Im Glashüttenspessart findet man in regelmäßiger Entfernung Dörfer mit Rodungsinseln. Sie gehen auf ehemalige Glashütten zurück. Die Wälder wurden stark in Mitleidenschaft gezogen bzw. verschwanden ganz. Später konnte man nur mit Fichten und Kiefern aufforsten. Heute sind die ein gefundenes Fressen für den Borkenkäfer.

Der Vorspessart zeichnet sich durch seinen geologischen Untergrund aus. Er besteht aus kristallinen Gesteinen, überwiegend Gneisen. Im Rest des Spessarts steht Buntsandstein an.

Der Buntsandstein bildet große Plateaus mit wenigen sanft eingetieften Tälern. Überragende Gipfel mit phänomenaler Aussicht fehlen. Deswegen verliefen schon im Mittelalter wichtige Verkehrsadern wie der Eselsweg oder die Birkenhainer Straße über den Spessart. Die zogen dann nicht nur Kaufleute an, die sich die vielen Zölle und Steuern im Maintal ersparen wollten, sondern auch die einst berüchtigten Spessarträuber.

Im Spessart selber gibt es nur eine Stadt: Bad Orb. Und auch die liegt ziemlich am Rande. Eisenhämmer, Mühlen, Glashütten, Steinbrüche und Holzgewinnung prägten über Jahrhunderte die Wirtschaft im Spessart. Im 18. und 19. Jhd herrschte fast überall bittere Armut. Das änderte sich erst durch den Bau von Eisen- und Autobahn.

Reich werden konnten die Händler und Handwerker in den vielen kleinen Städten an Main und Kinzig. Schöne und repräsentative Gebäude sind dort entstanden. Und weil die Städte zu klein waren und Bombardements sich nicht „lohnten“, wurden sie im 2. Weltkrieg vor Zerstörung weitgehend verschont. Überwiegend hierher kommen auch die (Tages-) Touristen.

Biber im Spessart

Biber waren im Spessart seit Jahrhunderten ausgestorben bzw. ausgerottet. Vor ca. 30 Jahren wurden einzelne Tiere im hessischen Spessart wieder angesiedelt. Da sie unter strengen Schutz stehen und kein natürlichen Feinde haben, konnten sie sich inzwischen prächtig vermehren. Im Spessart dürfte es kaum ein Tal geben, das noch kein Bieber-Revier beherbergt.

Burgen im Spessart

Fast überall im Spessart gab es Burgen. Besonders beeindruckend ist eine Reihe mächtiger Burgen (bzw. heute Burgruinen) am südlichen Rand des Spessart. Diese Seite gibt mit vielen Bildern und Texten einen Überblick über die Burgen im/am Spessart.

Im Spessart

Trotz alledem: auch im Spessart selbst gibt es viel zu entdecken. Zu jedem der Bilder unten gibt es eine eigene Seite mit Informationen und guten, großen Bildern.

Hammerschmiede Hassloch (noch unter Spessartbilder.eu)

Kartause Grünau (noch unter Spessartbilder.eu)

Am Rand des Spessarts

Das Maintal / Mainviereck

Während der Spessart dünn besiedelt und lange wirtschaftlich abgehängt war, pulsierte im Maintal das Leben. Schon die Römer hatten ihren Limes von Hanau bis Bürgstadt gebaut und benutzen den Main als Verkehrsweg. Hier wurden Städte gegründet – oft in beengter Lage unterhalb von Burgen. Und so viele, dass keine die Chance hatte, richtig groß zu werden.

Hier saßen die Händler, die mit den Produkten des Spessart Handel bis nach Frankfurt und in die Niederlande betrieben. Bauholz, Brennholz, Bausteine und die Erzeugnisse der Wanderglashütten wurden hier umgeschlagen. Und schon damals galt: i. d. R. wurden nicht die Produzenten reich, sondern die Händler.

.. von Gemünden bis Wertheim

Neustadt am Main (noch unter Spessartbilder.eu)

.. von Wertheim bis Miltenberg

Am Südrand des Mainvierecks verläuft der Buntsandstein-Erlebnisweg von Miltenberg bis Faulbach. Er wurde im Mai 2022 der Öffentlichkeit übergeben und führt an den landschaftsprägenden ehemaligen Steinbrüchen vorbei, informiert über Abbau und Verarbeitung des Buntsandsteines und zeigt an vielen Beispielen seine Verwendung in der Region.

.. von Miltenberg bis Hanau

Auf der Westseite des Mains verlief der Limes. Städte wie Obernburg oder Wörth stehen an der Stelle ehemaliger Kastelle. Bei jeder größeren Tiefbaumaßnahme gibt es neue Funde. Auf der Ostseite liegen die Weinberge, die die berühmten Rotweine hervorbringen.

Aschaffenburg (noch unter Spessartbilder.eu)

Die Nordgrenze des Spessarts: Das Kinzigtal

Schlüchtern (noch unter Spessartbilder.eu)

Steinau an der Straße (noch unter Spessartbilder.eu)

Gelnhausen (noch unter Spessartbilder.eu)

Die Ostgrenze des Spessarts: Der Sinngrund

Der Sinngrund bildet im Osten die Grenze zwischen Spessart und (Vor-) Rhön. Viel Interessantes gibt es hier zu sehen und zu berichten. Einige große, gut erhaltene Burgen warten auf Besucher. Die Gemeinde Burgsinn führte den längsten Rechtsstreit in Deutschland. Er dauerte gut 300 Jahre und das Verhältnis der Streitparteien ist heute immer noch zerrüttet. Und in einem Wallfahrtsort versuchte man, einen ganz besonderen Service zu bieten. Für den Autoverkehr ist der Sinngrund unbedeutend, dagegen umso mehr für die Bahn, die hier 2 doppelspurige Strecken betreibt…..

Allgemeine Spessart-Themen

Hier werden spessartübergreifende Themen zusammengefasst. Auf einer Extraseite sind auch die auf verschiedene Seiten verteilten Panorame, Megapixelbilder und Videos zu sehen.

Spessart-Wald (noch unter Spessartbilder.eu)

Tiere im Spessart (noch unter Spessartbilder.eu)

In der Nachbarschaft

Amorbach (noch unter Spessartbilder.eu)

Freilandmuseum Gottersdorf (noch unter Spessartbilder.eu)

Freilandmuseum Fladungen (noch unter Spessartbilder.eu)

Freilandmuseum Tann (noch unter Spessartbilder.eu)

Die Karte unten dient zur Orientierung. Man kann sich darin bewegen bzw. den Maßstab beliebig vergrößern oder verkleinern. Dank an das OpenStreetMap-Projekt.


In eigener Sache:

Seit vielen Jahren betreibe ich die Seite spessartbilder.eu. Mit über 2000 hochwertigen Bildern und vielen erklärenden Texten ist sie die umfassenste Spessart-Seite im Netz. Allerdings ist sie etwas in die Jahre gekommen. Deswegen bin ich gerade dabei, sie hier unter dem Namen https://spessart1.de neu aufzubauen.
Was ist neu? Die Bilder sind noch etwas größer und gleichzeitig in einem neuen Dateiformat gespeichert. Das spart Platz und damit Ladezeit. Außerdem wird berücksichtig, dass viele Besucher mit dem Handy kommen. Auch sie sollen mit der Seite etwas anfangen können. Daher wurde auf ein einspaltiges Layout umgestellt. Trotzdem: eigentlich ist die Seite dafür gemacht, dass große Bilder auf großen Monitoren angeschaut werden.

Geblieben ist, dass die Seite nicht kommerziell ist. Und geblieben ist auch, dass die Bilder alle mehr oder weniger bearbeitet sind.

Referenzen:

Die Sammlung „Spessartbilder“ ist für jeden, der sich näher mit dem Thema „Spessart“ beschäftigen möchte, eine große Fundgrube. Aufbau und Gestaltung sind überzeugend, die Texte dokumentieren eine hohe Fähigkeit, auch komplexe Sachverhalte knapp und gut verständlich darzustellen und die Fotos sind teilweise von einer Qualität, wie man sie in keiner der gängigen Publikationen findet. Man kann Ulrich Prantl dazu nur gratulieren und ihm danken: eine jederzeit erweiterbare Präsentation dieser Art ist eigentlich den meisten Büchern überlegen. Schade ist nur, dass man bei Google zur Eingabe „Spessart“ keinen Hinweis auf „Spessartbilder“ erhält. ……

Die beste Sammlung von Bildern und einführenden Texten zu diesem Thema, die es wohl gibt, ist dort nicht zu finden. Das sollte – nicht zuletzt auch zur Information von Besuchern und Touristen – dringend geändert werden.

Dr. Stefan Krimm

Auf der Suche nach Illustrationen für eine Arbeit über die Burg und Stadt Rothenfels am Main bin ich auf die „Spessartbilder“ von Ulrich Prantl gestoßen. Ich war und bin fasziniert von der dokumentarischen und ästhetischen Qualität dieser Fotografien und habe zunächst alle Seiten mit Burgen und Städten, dann aber auch sämtliche Seiten angeschaut. Als Historiker, der sich mit fränkischer Geschichte beschäftigt, bedaure ich, dass ich diese kunstgeschichtliche Fundgrube nicht schon für frühere Publikationen entdeckt habe. Auch die Landschaftsbilder meiner Seelenheimat Mainfranken betrachte ich seitdem öfter mit Vergnügen und Heimweh …
Dr. Winfried Mogge
http://www.winfried-mogge.de

Der Geschichtsverein Lohr bietet viele Informationen und weiterführende Links zur Geschichte des Spessart. Hervorzuheben sind die im Volltext verfügbaren herausragenden Arbeiten von Dr. Theodor Ruf zu der Grafen von Rieneck.

Wer sich für Mineralogie und Geologie des Spessart interessiert, kommt an der Seite spessartit von Joachim Lorenz nicht vorbei. Noch mehr Informationen zum Thema bietet sein wunderbares Buch Spessartsteine (Großformat, 910 Seiten, 39,00 €)

Das archäologische Spessartprojekt ist an der Universität Würzburg angesiedelt. Es beschäftigt sich mit allen Aspekten der Kulturlandschaft Spessart. Ein wichtiges Ergebnis sind die Kulturwanderwege (siehe oben).

Wer sich für Burgen / Burgruinen interessiert, der sollte die Seite des Vereins Burglandschaft besuchen. Für Burgen, Schlösser und Wehrkirchen in Spessart und Odenwald ist diese Organisation mit Sicherheit die kompetenteste Adresse.

Zum Autor

Alle Fotos und Texte (mit Ausnahme von gekennzeichneten Zitaten) stammen von Ulrich Prantl. Er war im früheren Leben Lehrer an einem bayerischen Gymnasium. Seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich besonders mit dem Spessart. Das Ergebnis ist diese Seite.
Sie erreichen ihn unter uprantl@spessart1.de