Bürgstadt – Mainhölle


Bürgstadt

Im Gegensatz zu dem von Touristen überlaufenen Miltenberg ist das benachbarte Bürgstadt ein beschaulicher Weinort, aber ebenfalls mit großer Vergangenheit.

Bürgstadt: die Martinskapelle

Oben die Kapelle in der Martinsgasse. Rechts eine Darstellung des hlg. Martin.

Die Bemalung der Decke symbolisiert den Himmel.

Berühmt ist die Martinskapelle für ihre vollständige Ausmalung. Sie stammt zum größten Teil aus dem Ende des 16 Jhd. und stellen Szenen aus dem alten und neuen Testament dar, sozusagen eine Bibel für Analphabeten. Den Schlüssel kann man gegen einen geringen Betrag in der nahegelegenen Gärtnerei bekommen.

Megabilder zeigen viele Details

Die Ausmalung der Martinskapesse ist es wert, genauer betrachtet zu werden. Klicken Sie eines der folgenden 4 Bilder an! In einem neuen Tab wird dann jeweils ein Megabild geladen. Sie können sich sehr weit einzoomen und alle Details genau betrachten.

Die obere Reihe zeigt jeweils Szenen aus dem Alten Testament. In der mittleren wird das Leben Jesu dargestellt und in der unteren Leiden, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt.

Auf den folgenden Bildern wird die Auferstehung der Toten und das jüngste Gericht dargestellt. Die Guten dürfen in den Himmel, die Bösen werden in der Hölle gequält. Diese naiven Darstellungen sind immer wieder faszinierend. Ähnliches – aber in Stein gemeiselt – gibt es in der Marienkirche in Gelnhausen.

Bürgstadt: die Mainhölle

Als Mainhelle oder Mainhölle bezeichnet man die aufgelassenen Buntsandsteinbrüche gegenüber von Bürgstadt auf der anderen Mainseite. Sie stehen heute unter Naturschutz und bieten u.a. verschiedenen Falkenarten Nistplätze. Diese verraten sich durch die weißen Kotspuren. Das Betreten ist schwierig, denn sie sind von Gebüsch und Dornen ziemlich eingewachsen. Und es ist nicht ganz ungefährlich. Wer es trotzdem probieren möchte, kann den Zugang mit google earth erkunden.
Aus den Steinbrüchen des südlichen Mainvierecks stammen auch die Bausteine für das Aschaffenburger Schloss oder für die Dombauten von Frankfurt und Mainz.

An den wenigen Stellen, wo keine Steinbrüche angelegt wurden, wird ein hervorragender Wein angebaut.

Kulturwege des Spessartprojektes: Buergstadt: Mainhölle und Bildermeer

Empfehlenswert auch die sehr schöne und informative Seite des Heimat- und Geschichtsvereins Bürgstadt

Kartenausschnitt in neuem Tab

In der Nähe: Freudenberg und Freudenburg, Stadtprozelten mit Henneburg, Miltenberg

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