Triefenstein, Homburg

Triefenstein, Homburg

Homburg

Homburg ist heute Teil der Gemeinde Triefenstein, zusammen mit den Ortsteilen Lengfurt, Trennfeld und Rettersheim.
Das Schloss fällt jedem auf, der den Main entlang von Marktheidenfeld nach Wertheim fährt. Es steht auf einem Tuffstein- / Sinterkalkfelsen (Bild 2 und 3). Vom Schloss aus hat man einen schönen Blick über das Maintal und die Weinbergslage Kallmuth bis zum Zementwerk Lengfurt.

Homburg: Entstehung des Sinterkalkfelsens

Wie der Sinterkalkfelsen entstanden ist, wird am Ortseingang demonstriert. Kalkhaltiges Wasser strömt oben aus den beiden künstlichen Sinterkalkfelsen aus, verteilt sich und rieselt nach unten. Dabei wird der enthaltene Kalk ausgefällt und die Felsen wachsen.

Triefenstein

Auf der gegenüberliegenden Mainseite liegt Kloster Triefenstein. Es wird von einer Bruderschaft genutzt und kann normalerweise nicht besichtigt werden.

Woher der Name Triefenstein kommt, zeigt der „triefende Stein“ neben dem Kloster. Ob es am Klimawandel liegt oder ob die frommen Brüder ihm das Wasser abgegraben haben, weiß ich nicht. Ich war auf jeden Fall schon mehrmals dort und nie hat es getrieft. Unmittelbar nach kräftigen Regenfällen soll es aber funktionieren.

Triefenstein: Die Klingelbachschlucht

Nach einer winterlichen Kälteperiode absolut spektakulär ist die keine 300 m lange Schlucht des Klingelbachgrabens beim Kloster Triefenstein. An der Seite (siehe die letzten 4 Bilder) bildet sich gerade ein Sinterkalkfelsen wie der, auf dem Schloss Homburg steht. Im Sommer muss man kurz nach einer längeren Regenperiode kommen, um einen richtigen Wasserfall zu sehen. Ansonsten trieft es nur, wie der Name sagt.

Wenn es nicht gerade kurz vorher stark geregnet hat, sind die Wasserfälle wenig spektakulär. Die Schlucht ist aber durchaus beeindruckend.

Triefenstein: Bärlauch

Unterhalb des Klosters Triefenstein findet man einen großen Bärlauchbestand. Eine Seltenheit im Spessart, denn Bärlauch braucht kalkhaltigen Boden. Den gibt es im Spessar nur ganz im Süden.
Während der Blütezeit riecht es im Wald dann unheimlich intensiv und in den wenigen verbliebenen Gaststätten der Umgebung gibt es Bärlauchsüppchen, Bärlauchsalat, Bärlauchbratwurst …. Meine Meinung: man muss das alles nicht unbedingt mögen. Und wer es mag sollte daran denken: Nur geringe Mengen für den Eigenbedarf darf man pflücken.

Kulturwege des Spessartprojektes: Triefenstein 1: Chorherren, Grundherren und Burgherren | Triefenstein 2: Wein und Stein

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In der Nähe: Wertheim, Marktheidenfeld

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