Burgsinn


Burgsinn ist ein Ort mit ca 2400 Einwohnern im Sinntal. Er wird durch 3 Schlösser der Grafen von Thüngen geprägt.

Burgsinn

Die kathholische Pfarrkirche St. Michael wurde um 1900 grundlegend umgebaut und enthält eine relativ einfache Ausstattung.

Wasserschloss „Alte Burg“ in Burgsinn

Mitten in Burgsinn liegt das Wasserschloss „Alte Burg“. Seit längerem ist es unbewohnt und droht zu verfallen. Der Eigentümer – ein Graf von Thüngen – lebt heute in Frankreich und hat an dem Besitz wohl kein Interesse. Nach langwierigen und ergebnislosen Auseinandersetzungen hat nun der Landkreis Main-Spessart die Dringenste Renovierungsarbeiten im Rahmen einer Ersatzvornahme durchführen lassen. Ob es gelungen ist, das Geld von dem Grafen einzutreiben, weiß ich nicht.

Die obere Bilderserie stammt aus dem März 2014. Im gleichen Jahr erhielt der Bergfried wieder ein Dach.

Burgsinn, Wasserschloss Alte Burg

Im Sommer werden die Ruinen gnädig vom Grün der Bäume verborgen (Aufnahmen 2016)

Fronhofer Schlösschen in Burgsinn

Ebenfalls im Ort selbst liegt das Fronhofer Schlösschen, das 1607 Werner von Thüngen als Witwensitz für seine Frau errichten ließ. Der Name geht zurück auf einen Fronhof, auf dessen Grund das Schlösschen ursprünglich stand. Das gut restaurierte Haus ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Das 3. Schloss (Neues Schloss) liegt am Ortsrand. Es wurde um 1600 als Renaissanchschloss von den Herren von Thüngen erbaut. Es ist wohl weitgehend unbewohnt. Zur Straße hin ist es mit einer auffallend hohen Mauer abgeschirmt.

Unmittelbar am Schloss führen Bahntrassen vorbei: Eine normale, auf der lange Güterzüge gefühlt in Fahrradgeschwindigkeit entlangrumpeln und parallel dazu eine neue ICE-Strecke.

Die Bilder oben zeigen das Rienecker Tor. Es ist als einziges von ursprünglich 3 Stadttoren erhalten geblieben.

Während der Sinngrund und seine Orte durch den Bahnverkehr stark belastet sind, spielt der Durchgangsverkehr auf der Straße nur eine geringe Rolle. Dafür sorgen schon eine Reihe von Engstellen wie hier das Rienecker Tor in Burgsinn.