Aschaffenburg

Aschaffenburg wird auch als das Bayerische Nizza bezeichnet. Man muss nur einmal im Frühling oder Sommer am Mainufer entlangspazieren. Dann weiß man, woher diese Bezeichnung kommt. Schon der bayerische König Ludwig I. war von dem milden Klima und dem einzigartigen Flair so begeistert, dass er Aschaffenburg zu seiner bevorzugten Sommerresidenz machte.

Für Besucher, die mit dem Auto kommen und Aschaffenburg erkunden möchten, bietet sich die City-Galerie mit über 1700 Autostellplätzen an. Gerade für Touristen sind die Gebühren moderat: An Werktagen beträgt der Tageshöchstsatz 6 € und an Sonn- und Feiertagen nur 3 €.

Das Einkaufszentrum City-Galerie liegt unmittelbar am Rand von Innenstadt und Fußgängerzone. Mit Ausnahme des Parks Schönbusch sind alle hier vorgestellten Sehenswürdigkeiten fußläufig zu erreichen. Neben ca 60 Fachgeschäften bietet es auch ein vielfältiges gastronomisches Angebot.

Hinter der City-Galerie liegt der Park Schöntal. Fangen wir mit diesem an.

Park Schöntal

Der relativ kleine Park ist im englischen Landschaftsstil gestaltet mit einem See, einer Ruine, verschiedenen Skulpturen und vielen interessanten und dekorativen Pflanzen. Die Ruine ist übrigens echt. Es sind die Reste eines Frauenklosters (Beginenklosters). Es wurde unter Fürstbischof Albrecht zu Brandenburg erbaut. Er hat dann seine Freundin Agnes Pless als Vorsteherin eingesetzt. Sie hat ihm wirklich etwas bedeutet: in der Stiftskirche erinnert ein Gedenkstein an ihre Mutter (seine Schwiegermutter!). Mehr dazu im Beitrag über das Stiftsmuseum.

Der Magnolienhain im Schöntal gilt als einer der prächtigsten in Süddeutschland und unterstreicht das milde, fast mediterrane Klima Aschaffenburgs. Wenn die Magnolien Ende März / Anfang April blühen, ist der Magnolienhain ein Anziehungspunkt.

Die Fußgängerzone Herstallstraße

Nach einem Rundgang durch das Schöntal kehrt man wieder zur City-Galerie zurück und gelangt dann schnell zur Haupt-Fußgängerzone, der Herstallstraße. Gleich am Beginn steht der Herstallturm.  Er ist der letzte verbliebene Rest des ehemaligen Herstalltores, das Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war.

Aschaffenburg: Stiftskirche St. Peter und Alexander

Am Ende dieser Fußgängerzone steht man vor dem Stiftsberg, der historisch-topografischen Keimzelle Aschaffenburgs. Hier befindet sich die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander, das älteste Bauwerk der Stadt mit einer über tausendjährigen Geschichte. Im Jahr 1958 wurde „1000 Jahre Stift St. Peter und Alexander“ gefeiert. Zur Stiftskirche gehört auch noch das Stiftsmuseum mit dem Stiftsschatz und ein spätromanischer Kreuzgang, der unter der Woche nur bei Führungen besichtigt werden kann.

Der Kreuzgang

Zum Stiftsmuseum gibt es einen eigenen Beitrag.

Das Rathaus

Unmittelbar neben der Stiftskirche liegt das Rathaus. Es gilt als Gesamtkunstwerk der Nachkriegsmoderne. Errichtet wurde es 1956 bis 1958 an der gleichen Stelle, wo der im Krieg völlig zerstörte Vorgängerbau stand. Im Inneren ist die komplexe astronomische Uhr besonders hervorzuheben.

Aschaffenburg: Schloss Johannisburg

Schloss Johannisburg ist heute wieder eines der Wahrzeichen der Stadt. Der gewaltige Renaissancebau aus rotem Spessart-Sandstein thront majestätisch direkt am Mainufer und dominiert mit seinen vier markanten Ecktürmen die Silhouette Aschaffenburgs.

An Stelle des heutigen Schlosses stand ursprünglich eine Burg (Bild1 unten). Anfang des 17. Jhd. wurde sie dann zu einem Schloss im Renaissancestil umgebaut (Bild2). Im 2. Weltkrieg wurde es stark zerstört (Bild 3). Die drei Modelle befinden sich im Vorraum des Schlossmuseums. Heute ist es äußerlich perfekt wiederhergestellt. Im Inneren wird aber immer noch saniert und restauriert.

Beim Umbau im 17. Jahrhundert wurde der alte Bergfried stehen gelassen und in das Schloss integriert.

Zu dem sehr umfangreichen Schlossmuseum gibt es einen eigenen Beitrag.

Aschaffenburg: Das Pompejanum

König Ludwig I. von Bayern ließ diese  Nachbildung eines römischen Wohnhauses in Pompeji in den Jahren 1840–1848 errichten. Das Kleinklima um das Pompejanum herum ist ausgesprochen mild, daher auch die mediterrane Anmutung. Übrigens: die Mauereidechsen wurden extra aus Norditalien importiert und haben sich prächtig vermehrt.

Die Inneneinrichtung entspricht teilweise einer römischen Villa, teilweise einem Museum.

Aschaffenburg: Altstadt

Aschaffenburg wurde im 2. Weltkrieg durch Fliegerbomben stark zerstört, insbesonder die Altstadt mit dem Schloss Jahannisburg und der Stiftskirche St. Peter und Alexander. Lt Wikipedia (1) wurden alleine am am 21. November 1944 von britischen Bombern bei Nacht über 27.600 Zentner Sprengbomben über dem Stadtgebiet abgeworfen. Man sieht: nicht nur Russland zerbombt in der Ukraine zivile Ziele. Andere haben das früher genauso gemacht, um die Moral der Bevölkerung bzw deren Unterstützung für den Krieg zu brechen. So geht Krieg nun mal.

Das mittlere (3.) Bild unten zeigt die originalgetreue Rekonstruktion der Löwenapotheke, fotografiert vom Vorbau der Stiftskirche aus. 1995 wurde der Bau fertiggestellt.

Museen in Aschaffenburg

Aus dem Naturwissenschaftlichen Museum die Schmetterlinge und der Achat, Petrus aus dem Stiftsmuseum und ein Exemplar aus der Korkmodellsammlung und der berühmte Altar von Hans Juncker aus dem Schlossmuseum. Das Thema ist so umfangreich, dass ich jeweils eine eigene Seite eingerichtet habe.

Park Schönbusch

Der größere Bruder von Schöntal ist der Park Schönbusch mit dem gleichnamigen Schloss. Was in den äußeren Bereichen wie ein natürliches Waldgebiet aussieht, ist tatsächlich ein Landschaftspark. Er ist mit allem ausgestattet, was einen solchen Landschaftspark ausmacht: Wald und Wiesen natürlich, ein See mit einer Insel, ein Berg mit Aussichtsturm, eine Schlucht, Brücken und romantische Bebauung (Dörfchen, Wacht, Freundschaftstempel, Philosophenhaus …….). Zu loben ist die Gastfreundschaft der Bayerischen Seen- und Schlösserverwaltung: nicht nur der Eintritt, auch der gepflegte Parkplatz und die Toiletten sind kostenlos. Und zu unterstützen sind auch deren Bemühungen, das Radfahren, Lagern, Grillen und ähnliches im Park zu unterbinden.

An den 3 Bildern unten kann man schön die Frage diskutieren, wie objektiv Fotografie ist. Dabei kommt man zu dem Ergebnis dass der Fotograf immer eine subjektive Auswahl trifft, was er auf dem Bild haben will. Was ihm nicht gefällt, das lässt er weg.

In der Nachbarschaft vom Schönbusch und auch zu Fuß gut zu erreichen liegt der Aschaffenburger Hafen. Er stellt einen schönen Kontrast dar zu dem naturnahen Landschaftspark.

Aschaffenburger Hafen

Der Hafen mit seinen 2 Hafenbecken ist ein wichtiger Industriestandort. Es geht geruhsam zu: unmittelbar am Hafenbecken hat ein Schwan sein Nest gebaut.

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Aschaffenburg, aufgerufen am 14. 12. 2022

Kulturwege des Spessartprojektes: Das Spessartprojekt zeigt zur Umgebung Aschaffenburgs 7 Kulturwege

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